Zunächst wollte ich die ganzen Platinen selbst ätzen. Nachdem ich den Interrupt-Controller getestet hatte, war mir die Bohr-Arbeit für die Bauteile einfach zu viel. Also hab ich die Platinen online bestellt, da der Anbieter die doppelseitigen Platinen direkt durchkontaktiert hat, war es ideal.

Begonnen hat der Bau also zunächst mit dem Netzteil. Nach dem CPU-Stack und der Mem-Unit war das System testbereit. Da am Anfang Schwierigkeiten auftraten, nahm ich Kontakt zu Dennis auf, der sehr hilfsbereit war und mir ohne Widerworte half. Mit seiner Hilfe konnte der MyCPU letztendlich doch noch Leben eingehaucht werden und die Module (eins pro Monat, für mehr war kein Geld da) wurden nach und nach gefertigt. Die MyCPU wuchs und so auch meine Begeisterung. Nach einem knappen dreiviertel Jahr war sie fertig und wurde auch gleich zur Präsentation auf die Pi And More mitgenommen, wo sie viel Begeisterung begegnete.

Auf diesem Bild sieht man den Main-Stack. Ganz unten ist das Netzteil mit Busterminierung.

Darüber sieht man den IDE-Controller mit angeschlossener CompactFlash-Card, auf der alle Daten gespeichert sind.

Darüber sieht man die MEM-Unit mit Extension-Card. Installiert sind 1MB Arbeitsspeicher und die ROMs mit dem Betriebssystem und den Programmen.

Darüber sieht man den Interrupt-Controller, welcher einen 61Hz Timer-Interrupt leifert, damit die CPU zwischen den einzelnen Tasks wechselt und so Multitaskingfähig wird.

Zu guter Letzt ist ganz obender CPU-Stack zu sehen. Sie besteht aus einem 8bit-Prozessor, der aktuell auf 7,2MHz läuft. Obenauf ist ein Registermonitor, mit dem man die aktuellen Daten sichtbar machen kann und bei neuen Programmen oder falschen Routinen mit langsamem Takt die Datenpakete nachverfolgen kann. Den Registermonitor sieht man noch auf einem späteren Bild.

Auf der Rückseite der Platinen sieht man den 64poligen Backplanebus mit den Konnektoren.

Hier ist der Interface-Stack dargestellt.

Unten sieht man die drei Platinen der Multi-IO-Karte. Dort befinden sich zwei RS232-COM-Ports, ein PS/2-Tastaturanschluss, ein LCD-Anschluss, ein paralleler LPT-Anschluss und jeweils 8 Input und Output Pins.

Darüber befindet sich die Ethernet-Karte, mit einer maximalen Transferrate von 10Mbit/s.

Ganz oben befindet sich die VGA-Grafikkarte mit 640x400px Auflösung mit 16 Farben. Sie hat 256kB Grafikspeicher und einen internen Takt von 25MHz. Die Bildrate liegt bei ca. 25Hz.