Durchgangsprüfer sind wichtige Messgeräte, mit denen man testen kann, ob eine Leiterbahn noch durchgängig oder unterbrochen ist. Auch kann man so ungewollte Kurzschlüsse ausfindig machen. Bei einem Kurzschluss geben Durchgangsprüfer meist einen Signalton aus. Diese Geräte selbst zu bauen, ist aber garnicht schwer.

Ich habe im Zuge meiner Ausbildung einen solchen gebaut, mit dem man auch testen kann, ob an einem Leiter eine größere Wechselspannung anliegt. Sollte man z.B. einen Trafo eingangsseitig testen obwohl noch die 230V Netzspannung anliegen, so wird man mit einem Warnton sowie einer Glimmlampe gewarnt.

Der Durchgangsprüfer, den ich gebaut habe, ist sehr simpel aufgebaut.

Ein 9V-Block liefert die Spannung. über ein PNP-Transistor, der einen Widerstand über der Basis-Emitterstrecke hat, wird eine astabile Kippstufe mit Spannung versorgt. Diese liefert ein Signal von ca. 1kHz an einen NPN-Transistor, der einen Leutsprecher taktet. Die Kippstufe wird aber nur mit Spannung versorgt, wenn die Klemmen an der Basis des PNPs einen Durchgang haben. der maximale Widerstand, der dazwischen liegen darf, betragt etwa 1kOhm.

Sollte nun Netzspannung an den Klemmen anliegen, so wird die Kippstufe mit 50Hz immer wieder neu an- und abgeklemmt von der Spannung. Dadurch entsteht ein brummender Ton. Über den 1,8MOhm-Widerstand wird dazu noch eine Glimmlampe betrieben.

Der gesamte Durchgangsprüfer ist in einem BOPLA E-420-Gehäuse verbaut. Die Glimmlampe hat ein rotes Fenster, durch das sie leuchtet und der Lautsprecher ist auf der Innenseite mit Komponentenkleber befestigt. Zudem hat er sternförmig angeordnete Löcher, durch die der Ton durchkommt.

Folgend der Schaltplan und das Bild vom fertigen Durchgangsprüfer